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Vorhang auf für junges Publikum!

"Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry

Regisseurin Johanna Arrouas über ihren Zugang zum Stück

...und ein paar Fragen über ihre Arbeit für junges Publikum
Portraitfoto von Johanna Arrouas
Johanna Arrouas © Christoph Liebentritt

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Den Augen verbirgt unsere Welt meist das Wesentliche. Unsere Welt? Und was ist mit den anderen? Seit meiner Kindheit fasziniert mich „Der kleine Prinz“ – vielleicht, weil ich durch ihn ein Weltall voller geheimnisvoller Planeten entdeckt habe und auf der Erde die Dinge anders betrachten konnte. Denn die Rose, der Fuchs, der König, die Schlange, der Pilot und all die anderen sind ein Teil von mir geworden und dem Kleinen Prinzen einmal wirklich zu begegnen, ist ein Wunsch, der mich auch als Erwachsene nie ganz losgelassen hat. Und so lade ich ein kleines, wie auch großes Publikum ein, den Kleinen Prinzen kennenzulernen. Ich träume von einer poetischen Reise durchs riesige Universum in der Intimität des Neuen Spielraums.

Und danach werden wir möglicherweise Sterne haben, die lachen können…

Johanna Arrouas

Was begeistert noch heute an der Geschichte des kleinen Prinzen?

Ich denke, diese Erzählung schafft die sprichwörtliche Quadratur des Kreises. Mit kurzen einprägsamen Sätzen spricht sie grundlegende menschliche Themen an. Diese Schlichtheit, die aber gleichzeitig eine unglaubliche Tiefe und Herzenswärme beinhaltet macht es auch sowohl für Kinder zugänglich als auch für Erwachsene lohnend.

Was war dir bei der Fassung besonders wichtig?

Ich habe darauf geachtet den doch sehr melancholischen Grundton des Originals für die Bühnenfassung immer wieder aufzuhellen, Elemente zu betonen, die den Humor der Situationen hervorheben. Und ich wollte so persönlich wie möglich an die Fassung herangehen.

Was ist das Schöne am Inszenieren für junges Publikum?

Schön? Es ist beängstigend! Im Ernst: Junges Publikum bleibt nicht aus Höflichkeit ruhig, das ist das Fordernde und, wenn es funktioniert, unübertrefflich Schöne. Dieses vorhin angesprochene Kommunikationsband nicht loszulassen ist eine sehr beglückende Herausforderung, weil es sich richtig anfühlt und weil es so herzlich belohnt wird.

Warum lohnt sich das Eintauchen in die Welt des kleinen Prinzen für jeden, auch für Erwachsene?

Vielen begegnet „Der Kleine Prinz‘‘ als Kind und die Figuren und Szenen prägen sich ein. Die Symbolik aber, die sogenannte Metaebene ist einem dabei meistens nicht bewusst. Deshalb ist es so kostbar sich in einer anderen Lebensphase damit zu beschäftigen und plötzlich die Erzählung hinter der Erzählung zu begreifen.

Was können „große Leute“ von Kindern lernen?

Unvoreingenommenheit- Menschen gegenüber, aber auch Erfahrungen.

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